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Die Schnarchschiene: innovative Abhilfe bei Schnarchen und Schlafapnoe

Schnarchen oder nächtliche Atemaussetzer bedeuten für viele unserer Patienten einen hohen Leidensdruck. Sollte Ihnen dieses Problem bekannt vorkommen, sind Sie damit nicht alleine - laut Umfragen schnarcht ca. ein Drittel aller Erwachsenen gelegentlich während des Schlafes. Dabei sind Männer etwas häufiger betroffen als Frauen. Schnarchen stellt nicht nur einen relevanten Störfaktor in einer Partnerschaft dar, sondern birgt ohne fachgerechte Therapie auch gesundheitliche Risiken. Wie sich das Krankheitsbild einer Schlafapnoe entwickelt und welche Behandlungsmöglichkeiten Sie in der Zahnarztpraxis Kossel in Magdeburg erwarten, erfahren Sie im Folgenden.

Wie kommt es zum Schnarchen und zur Schlafapnoe?

Schnarchschiene für Patienten

 

Beiden Prozessen liegt eine nächtliche Obstruktion der Luftwege zugrunde. Während des Schlafes entspannt sich die Muskulatur von Gaumensegel, Zunge und Schlund. Hierdurch kommt es in liegender Position zum Absinken der Zunge und des Unterkiefers nach hinten. Die folgende Verengung des Rachens führt zu einer turbulenteren Luftströmung beim Ausatmen und erzeugt die typischen Schnarchgeräusche. Sind die Atemwege beim Schnarchen nur teilweise verlegt, liegt bei der Schlafapnoe eine komplette Obstruktion vor. Diese bedingt kurze Atemaussetzer, deren Dauer zwischen 10 Sekunden und mehreren Minuten variieren kann. Eine Schlafapnoe kann durch mehrere Mechanismen entstehen: Bei der häufigsten Variante, der obstruktiven Schlafapnoe, wird die Verengung der Luftwege wie bereits beschrieben durch die erschlaffte Rachenmuskulatur und das Herabsinken der Zunge bedingt. Seltener liegt ein zentrales Schlafapnoe-Syndrom vor, bei welchem es durch Schäden im Atemzentrum im Hirnstamm zur unzureichenden Aktivierung der Atemmuskulatur kommt.

Warum sollte bei Schnarchen und Schlafapnoe ein Zahnarzt konsultiert werden?

Ausgeprägtes Schnarchen sowie die Schlafapnoe verhindern, dass der Patient regelmäßig die erholsamen Tiefschlafphasen durchläuft. Jeder nächtliche Atemaussetzer bewirkt durch den Abfall des Sauerstoffgehaltes im Blut eine Weck- bzw. Alarmreaktion, welche zur Wiederaufnahme einer physiologischen Atmung führt. Diese Weckreaktionen führen zwar nicht zum bewussten Erwachen des Patienten, unterbrechen jedoch den normalen Schlafrhythmus, der für eine vollständige Regeneration des Körpers essenziell ist. Zudem begünstigt eine Schlafapnoe langfristig die Entwicklung von Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen, Schlaganfälle, Depressionen, Diabetes usw. Daher raten Ihnen die Experten der Zahnarztpraxis Kossel in Magdeburg zu einer zeitnahen Konsultation bei ernsthaften Schlafproblemen - mit einer modernen Schnarchschiene können wir rasch Abhilfe schaffen.

Schlafapnoe: Symptome und Risikofaktoren

Folgende Zeichen können für eine manifeste Schlafapnoe sprechen:

  • Hauptsymptom: Lautes, unregelmäßiges Schnarchen über einen längeren Zeitraum
  • Ausgeprägte Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Gereiztheit, Abgeschlagenheit, Depression
  • Sexuelle Störungen
  • Starkes nächtliches Schwitzen

Sollten Sie unter dem Hauptsymptom oder mehreren der Nebensymptome leiden, empfehlen wir Ihnen dringend, einen Zahnarzt aufzusuchen. In der Zahnarztpraxis Kossel in Magdeburg beraten unsere erfahrenen Zahnärzte Sie schnell und umfassend bezüglich Ihrer Schlafprobleme und erwägen mit Ihnen, ob eine Schnarchschiene für Sie infrage kommt. Wichtig für unsere Patienten ist aber, das die Schnarchschiene nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen wird. Viele Patienten stellen sich zudem die Frage: Welche Faktoren begünstigen die Schlafapnoe? Hier sind angeborene Risikofaktoren bzw. eine genetische Veranlagung von verhaltensbedingten Risikofaktoren abzugrenzen. Angeborene Risikofaktoren:

  • Anatomische Anomalien: vergrößerte Mandeln, Polypen, verkrümmte Nasenscheidewand
  • Starkes Übergewicht
  • Bekannte Schlafapnoe bei Verwandten

Verhaltensbedingte Risikofaktoren:

  • Schwere Mahlzeiten/Alkoholgenuss am Abend
  • Medikamenteneinnahme: Schlafmittel, Muskelrelaxantien
  • Tabakkonsum
  • Unregelmäßiger Schlafrhythmus

Therapie mittels Schnarchschiene

Generell empfiehlt sich als Erstdiagnostik bei anhaltenden Schlafstörungen eine ausführliche Analyse im Schlaflabor. Zudem sind Konsultationen von HNO- und Zahnarzt anzuraten. Je nach erhobenen Befunden stehen nun diverse Therapieoptionen zur Auswahl: - Einsatz einer Schnarchschiene - Operativer Eingriff bei anatomischen Anomalien - CPAP-Beatmung bei obstruktiver Schlafapnoe (CPAP = Continuous Positive Airway Pressure) Die nächtliche Verwendung einer Schnarchschiene stellt eine einfache, non-invasive Behandlungsmöglichkeit mit hohen Erfolgsquoten dar. Es handelt sich bei den Schnarchschienen um sog. Protrusionsschienen, welche eine Vorverlagerung des Unterkiefers bewirken - auf diese Weise wird dem Absinken von Unterkiefer und Zunge in den Rachenraum effektiv vorgebeugt. Die Verengung der Atemwege ist somit beseitigt; der Körper wird wieder mit ausreichend Sauerstoff versorgt und lästige Schnarchgeräusche entfallen. Sollten Sie und Ihr Zahnarzt sich für eine Protrusionsschienen-Therapie entscheiden, fertigen wir in unserer Zahnarztpraxis Kossel in Magdeburg zunächst präzise Abdrücke Ihres Ober- und Unterkiefers an. Diese dienen als Vorlage für die passgenaue Anfertigung zweier dezenter Kunststoffschienen im Dentallabor. Die beiden Protrusionsschienen sind durch ein bzw. zwei kleine Metallgelenke miteinander verbunden, sodass sich der Unterkiefer während des Schlafes zwangsläufig in gleicher Höhe wie der Oberkiefer befindet und nicht absinken kann. Durch das umlaufende Zweischienen-System werden die auftretenden Schubkräfte gleichmäßig auf alle Zähne übertragen; so resultiert ein höherer Tragekomfort.

Unterkiefer-Protrusionsschienen im Vergleich

Es existieren verschiedene patentierte Systeme - welche Schnarchschiene für Sie optimal ist, wird Ihr Zahnarzt ausführlich mit Ihnen besprechen. Prinzipiell unterscheiden sich die Systeme vor allem in der Position des verbindenden Metallgelenks. Während die RP-Schiene beispielsweise über zwei seitliche Metallgelenke verfügt, sind die TAP-Schienen durch ein mittig positioniertes Gelenk verbunden. Je nach Gelenkposition resultiert eine höhere laterale oder vertikale Beweglichkeit des Kiefers. Zähneknirschen sowie Kiefergelenksprobleme werden durch eine Schnarchschiene ebenfalls positiv beeinflusst.

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