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Praktische Tipps für eine optimale Zahnpflege

Obwohl viele unserer Patienten der Zahnärzte in Magdeburg nach subjektivem Empfinden eine gewissenhafte Zahnreinigung vornehmen, werden unsere Zahnärzte häufig mit Problemen wie Zahnschmerzen, Kariesinfiltration (Icon) und Zahnfleischentzündungen konfrontiert. Letztere lassen sich in vielen Fällen durch eine regelrechte Mundhygiene vermeiden, sodass Sie im folgenden Artikel die wichtigsten Tipps rund um das Thema Zahnpflege finden.

Prophylaxe durch gründliche Zahnreinigung

Generell wird das Zähneputzen mindestens zweimal täglich bzw. nach den Hauptmahlzeiten am Morgen und Abend empfohlen. Die Mindestdauer beträgt dabei drei Minuten. Doch welchen Nutzen ziehen Sie überhaupt aus der sorgfältigen Zahnpflege? Diese Frage ist leicht zu beantworten - durch Zähneputzen entfernen Sie nicht nur Essensreste, sondern auch weiche Zahnbeläge. In dem zunächst harmlosen Biofilm aus Bestandteilen des Speichels können sich leicht Bakterien ansiedeln und in sogenannten Plaques organisieren. Im Laufe der Zeit verwerten die Bakterien Nahrungsbestandteile wie Kohlenhydrate zu organischen Säuren, welche die Zahnhartsubstanz angreifen und zu kariösen Läsionen führen. Werden Letztere mineralisiert, entsteht der harte Zahnstein. Die auf seiner Oberfläche anhaftenden Plaquebakterien können wiederum eine schmerzhafte Zahnfleischentzündung (Gingivitis) hervorrufen. Demnach bildet die Professionelle Zahnreinigung (PZR) einen unerlässlichen Bestandteil der Prophylaxe von Karies, Zahnstein und Gingivitis.

Grundlegende Regeln beim Zähneputzen

Eine effektive Putztechnik ist zur wirksamen Prophylaxe zahnmedizinischer Erkrankungen essenziell. Orientieren Sie sich dabei an folgendem Ablauf

  1. Gründliche Reinigung der Kauflächen (z. B. mit kreisenden Bewegungen)
  2. Säuberung der Außen- und anschließend der Innenflächen
  3. Dabei schräges Anlegen der Zahnbürste im 45°-Winkel
  4. Zahnreinigung mittels Fege- oder Basstechnik (stets von "rot" nach "weiß")
  5. Reinigung der Zahnzwischenräume

Viele unserer Patienten der Zahnarztpraxis Kossel in Magdeburg berichten, dass bei ihrer Zahnreinigung die ehemals populäre Rotationsmethode zum Einsatz kommt. Diese ist jedoch nach den aktuellen zahnmedizinischen Standards obsolet, denn durch die kreisenden Bewegungen schieben Sie Zahnbeläge und bakterielle Plaques unter den Zahnfleischrand und fördern somit Entzündungen. Inzwischen hat sich die sogenannte Fegetechnik bewährt - setzen Sie hierbei die Zahnbürste leicht schräg am Zahnfleischsaum an und fegen Sie Zahnbeläge mit einer wischenden Bewegung weg. Achten Sie darauf, immer vom Zahnfleischrand zum Zahn zu putzen. Zusätzliche rüttelnde Bewegungen ("Basstechnik") helfen dabei, Zahnbeläge noch besser zu entfernen. Wir empfehlen weiterhin, die Zahnbürste alle drei Monate zu wechseln, da selbst hochwertige Borsten auf Dauer Abnutzungserscheinungen zeigen.

Nutzen von Zahnseide, Interdentalbürsten und Zungenreinigern

Bedenken Sie bei der Zahnpflege stets, dass jeder Zahn fünf Seiten besitzt. Während Vorder- und Rückseite des Zahns sowie die Schneide- bzw. Kaufläche mittels einer Zahnbürste gut erreichbar sind, bedarf die Reinigung der Zahnzwischenräume spezieller Hilfsmittel. Greifen Sie täglich einmal zu Zahnseide, um den Raum zwischen eng stehenden Zähnen zu säubern. Wickeln Sie hierfür den Faden so um Ihre Mittelfinger, dass Sie dazwischen ein straffes Stück halten. Fahren Sie anschließend im Zahnzwischenraum mit der Zahnseide mehrmals auf und ab; vermeiden Sie dabei ein Einschneiden ins Zahnfleisch. Für größere Zahnzwischenräume sowie Brückenglieder und Zahnspangenträger eignen sich hingegen Interdentalbürsten. Diese sollen aus Kunststoff ummanteltem Draht bestehen und bieten mit ihren Borsten eine größere Angriffsfläche für die Entfernung von Plaques. Auch die Zungenreinigung sollte in Ihre tägliche Mundpflege-Routine Einzug halten. Insbesondere auf dem hinteren Zungendrittel bilden sich häufig weißliche Beläge aus Essensresten und toten Zellbestandteilen der Mundschleimhaut. Diese stellen einen idealen Nährboden für Bakterien dar, welche durch Zersetzungsprozesse Mundgeruch hervorrufen und zudem die Entstehung von Karies und Parodontitis begünstigen. Mechanische Hilfsmittel wie Zungenbürsten oder Zungenschaber schaffen Abhilfe.

Was muss bei der Kinderzahnpflege beachtet werden?

Die Zahnentwicklung und somit auch die Zahnpflege bei Kindern gliedert sich in drei Phasen:

Der erste Zahn

Die Zahnpflege bei Kindern beginnt mit dem Durchbruch des ersten Zahns. Dies geschieht meist in einem Alter von sechs Monaten. Verwenden Sie für die Zahnreinigung eine spezielle Kinderzahnbürste, welche sich unter anderem durch einen kurzen Bürstenkopf und weiche Borsten auszeichnet. Putzen Sie Zähne und Zahnfleisch Ihres Kindes ab jetzt morgens und abends mit einer erbsengroßen Menge Zahnpasta. Wir empfehlen eine fluoridreduzierte Kinderzahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 500 ppm. Hierdurch wird einer Schmelzfluorose (Fleckenbildung auf den Zähnen) sowie einer übermäßigen Fluoridaufnahme durch Verschlucken der Zahnpasta vorgebeugt. Führen Sie Ihr Kind möglichst spielerisch an die Zahnpflege heran, indem Sie es selbst die Zahnbürste verwenden lassen. Putzen Sie die Kinderzähne jedoch stets nach, um eine effektive Säuberung und Prophylaxe zu gewährleisten.

Das Milchzahngebiss

Im Laufe der Zeit sollte das Kind nun eine eigene Putztechnik entwickeln. Seien Sie ihm ein gutes Vorbild und üben Sie ab dem Kindergartenalter gemeinsam das systematische Zähneputzen. Beobachten Sie die Methode Ihres Kindes genau und helfen Sie gegebenenfalls nach. Dabei sollte der Spaß beim Zähneputzen nie zu kurz kommen - hier können eine ansprechende Zahnbürste und bunte Kinderzahncreme von Vorteil sein.

Die Wackelzähne

Ab einem Alter von ungefähr sechs Jahren vollzieht sich der Wechsel von den Milchzähnen zum bleibenden Gebiss. Jetzt kommt der gründlichen Zahnpflege im Sinne der Karies-Prophylaxe eine noch größere Bedeutung zu. Auch wenn die Mehrzahl aller Kinder ab dem Schulkindalter in der Lage ist, die Zähne selbst zu putzen, sollte trotzdem eine regelmäßige Überprüfung der Putztechnik erfolgen. Tauschen Sie nun die Kinderzahnpasta gegen eine stärker fluoridierte Erwachsenenzahncreme aus, da die bleibenden Zähne andere Ansprüche haben. Durch das Fluorid wird der Zahnschmelz der neuen Zähne zusätzlich gestärkt.

Prophylaxeuntersuchungen in der Zahnarztpraxis Kossel

Alle vorangegangen Tipps helfen dabei, Ihre individuelle Zahngesundheit zu fördern und die Mundhygiene zu verbessern. Dennoch ersetzt die häusliche Mundpflege nicht einen Besuch beim Zahnarzt. Nehmen Sie daher bitte die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen in unserer Praxis in Magdeburg wahr - Patienten über 18 Jahre sollten mindestens einmal pro Jahr ihre Zähne kontrollieren lassen. Können Sie über mehrere Jahre hinweg lückenlose Prophylaxe in Ihrem Bonusheft nachweisen, profitieren Sie zudem von einem höheren Zuschuss Ihrer Krankenkasse zu einem möglicherweise notwendigen Zahnersatz / Prothetik. Für Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren greift ein spezielles Vorsorgeprogramm zur Individualprophylaxe; dieses umfasst zweimal jährlich einen Zahnarztbesuch.

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