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Die wichtigsten Informationen zur zahnärztlichen Chirurgie

Die zahnärztliche Chirurgie stellt ein bedeutendes Teilgebiet der Zahnmedizin dar. In unserer Praxisumfasst die chirurgische Behandlung verschiedenste Operationen, welche Ihre Zähne, Ihren Kiefer oder das Weichteilgewebe in Ihrem Mund betreffen. Ob die betreffende operative Behandlung in Ihrem Fall medizinisch indiziert ist, werden wir nach einer umfassenden Untersuchung und einem persönlichen Gespräch gemeinsam mit Ihnen klären. In den folgenden Abschnitten erhalten unsere Patienten die relevantesten Informationen zur Oralchirurgie verständlich erklärt.

Analyse eines Röntgenbilds bei der Zahnarztpraxis Kossel in Magdeburg

Zu den häufigsten Maßnahmen der Oralchirurgie zählen:

  • Operative Entfernung der Weisheitszähne
  • Chirurgische Zystenentfernung
  • Exzision von Schleimhautwucherungen und überschüssigen Gewebeanteilen
  • Korrektur störender Wangenbandansätze
  • Schonende Wurzelspitzenresektionen
  • Chirurgische Freilegung retinierter Zähne
  • Plastischer Kieferhöhlenverschluss
  • Zahntransplantationen
  • Knochenaufbauverfahren im Rahmen der Implantologie
  • Entnahme diagnostischer Gewebeproben

Chirurgische Behandlung retinierter Zähne

Die chirurgische Entfernung retinierter Zähne wird Sie als Patienten am öftesten zu uns führen. Unter retinierten Zähnen verstehen wir solche Exemplare, die nicht oder nur unvollkommen durchgebrochen sind und somit im Kieferknochen liegen. Am häufigsten (in ca. 10-25% aller Fälle) sind hierbei die Weisheitszähne betroffen. Eignet sich der Kiefer des Patienten zur Einordnung eines retinierten Zahnes, erfolgt eine Abhebung des Zahnfleisches vom Kieferknochen sowie eine Entfernung des Knochens, der die Zahnkrone bedeckt. Anschließend wird ein unauffälliges Bracket auf die Zahnkrone angebracht, sodass der entsprechende Zahn mithilfe kieferorthopädischer Maßnahmen in die Zahnreihe integriert werden kann.

Informationen zum Ablauf der Weisheitsentfernung

Meist entscheidet die klinische Situation, ob eine Indikation zur Weisheitszahnentfernung besteht. Schmerzen und Entzündungen im Bereich des durchbrechenden Zahnes, aber auch Zystenbildungen und Karies bedürfen einer zeitnahen Therapie. Auch die prophylaktische Weisheitszahnentfernung aufgrund vorheriger oder gleichzeitiger kieferorthopädischer Behandlung wird in der zahnärztlichen Chirurgie häufig durchgeführt. Bei der Mehrzahl der Patienten genügt hierfür eine örtliche Betäubung; genauere Informationen zu den verschiedenen Betäubungsverfahren finden Sie im letzten Textabschnitt. Die Abhebung des Zahnfleisches vom Knochen erfolgt durch eine spezielle Schnittführung über dem retinierten Weisheitszahn. Die vorliegende Situation im Mund und Kieferbereich bestimmt, ob wir mit modernsten Knochenbohrern vorsichtig minimale Knochenanteile um die Zahnkrone des Weisheitszahnes abtragen müssen. Bei der darauf folgenden Resektion kann eine Durchtrennung des Zahnes notwendig sein. Nach sorgfältiger Wundnaht ist die Operation abgeschlossen.

Zysten im Kiefer: Chirurgisches Vorgehen

Zum chirurgischen Teil der Zahnmedizin gehören auch die Kieferzysten. Diese mit Flüssigkeit gefüllten und mit Epithel ausgekleideten Hohlräume im Kiefer entstehen entweder durch eine Entzündung oder sind entwicklungstechnisch bedingt. Die klinische Situation der Patienten ist meist unauffällig; die Diagnose einer Kieferzyste ergibt sich eher als Zufallsbefund im Rahmen einer Röntgenuntersuchung. Zudem kann die Größe der Zyste, welche bis zu mehreren Zentimetern betragen kann, zu Beschwerden führen. Das stumpfe Ausschälen der Zyste aus dem Knochen ist wenig invasiv und kann in örtlicher Betäubung erfolgen.

Wurzelspitzenresektion: Schonende Oralchirurgie

Falls die konservative Wurzelbehandlung nicht zum gewünschten Therapieerfolg führt, bietet die Zahnmedizin eine Alternative: die feinchirurgische Wurzelspitzenresektion. Bei diesem Eingriff werden möglichst schonend die letzten Millimeter der betroffenen Zahnwurzel abgetragen. Die Behandlung schließt die Anhebung des Zahnfleisches vom Knochen, die Kürzung der Zahnwurzel und die Resektion von entzündlichem Weichteilgewebe ein. Durch eine retrograde Wurzelfüllung im Bereich der verbliebenen Wurzelspitze erzielt die zahnärztliche Chirurgie bestmögliche Ergebnisse.

Oralchirurgie im Rahmen der Implantologie

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der Implantologie, welche ebenfalls mit chirurgischen Verfahren kombiniert wird. Dieses Teilgebiet der Zahnmedizin befasst sich mit der Insertion von Zahnimplantaten in den Kieferknochen. Erweist sich dieser als zu schmal oder zu niedrig, können verschiedene Knochenaufbauverfahren zum Einsatz kommen. Als chirurgische Techniken der Implantologie sind die Augmentation mittels Knochenblock, das Bone-Splitting sowie interne und externe Sinusliftoperationen anzuführen. Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite zur Implantologie.

Weitere operative Eingriffe im Mund-, Kiefer- und Zahnbereich

Zu den häufigsten Interventionen zählt außerdem die Biopsie von Kiefer und Schleimhaut. Eine auffällige klinische Situation sollte schnellstmöglich abgeklärt werden; daher veranlassen wir eine rasche histopathologische Untersuchung der Gewebeprobe aus Ihrem Mund. Ein weiterer operativer Eingriff, der plastische Kieferhöhlenverschluss, ist bei einer bestehenden Verbindung zwischen Mund- und Kieferhöhle erforderlich. Diese Verbindung kann beispielsweise Folge einer Zahnentfernung sein. In diesem Fall wird die betroffene Stelle durch einen gestielten Schleimhautlappen sorgfältig abgedeckt und vernäht.

Betäubungsverfahren in der Oralchirurgie

Viele Patienten fürchten sich vor der chirurgischen Behandlung - daher stellen wir Ihnen im Folgenden die möglichen Methoden für einen schmerzfreien Eingriff vor. Je nach Operation und klinischer Situation treffen wir gemeinsam die Entscheidung für das geeignete Anästhesieverfahren. Sollten Sie trotz dieser Informationen weitere Fragen zur Anästhesie haben, sprechen Sie uns unbesorgt an.

Oberflächenanästhesie

Diese Form der Schmerzausschaltung kann vorbereitend durchgeführt werden. Lokalanästhetika in Form von Sprays, Gels oder Salben werden auf die entsprechende Stelle aufgetragen und reduzieren auf diese Weise den Einstichschmerz der nachfolgenden Betäubungsspritze. Auch bei oberflächlichen Eingriffen am Zahnfleisch kann diese Form der Anästhesie zur Schmerzlinderung genutzt werden.

Infiltrationsanästhesie

Diese Art der Betäubung setzen wir vorrangig bei Eingriffen im Oberkiefer ein. Das Betäubungsmittel wird unter die Schleimhaut, aber über die Knochenhaut appliziert, sodass es in den Knochen und das umgebende Gewebe diffundieren und die Nervenendigungen betäuben kann. Die Wirkung des Medikamentes setzt meist nach wenigen Minuten ein und eignet sich somit gut für kürzere chirurgische Eingriffe im Mund.

Leitungsanästhesie

Ein beliebtes Betäubungsverfahren in der Zahnmedizin stellt die Leitungsanästhesie dar. Hierbei wird das Lokalanästhetikum möglichst nah an einen Nervenstamm eingebracht und betäubt dessen gesamtes Versorgungsgebiet.

Sedierung mit Lachgas

Lachgas ist Ihnen eventuell aus der Klinik bekannt, findet allerdings auch in der zahnärztlichen Chirurgie Anwendung. Die Lachgassedierung bietet die optimale Lösung für ängstliche Patienten sowie für größere Eingriffe, beispielsweise im Rahmen der Implantologie. Mittels einer kleinen Nasenmaske atmen Sie zunächst Sauerstoff, dann das sedierende Lachgas ein. Dank des schnellen Wirkeintrittes ist das Schmerzempfinden rasch herabgesetzt und die zusätzliche Lokalanästhesie kann erfolgen. Die Angst lösende Komponente des Lachgases sorgt bei unseren Patienten für eine entspannte und verkürzt wahrgenommene Behandlung. Zudem verfliegt die Wirkung des Lachgases sehr rasch - dank der Nachbeatmung mit Sauerstoff ist bereits nach 15-30 Minuten wieder Ihre Verkehrstüchtigkeit gewährleistet.

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